So nutzt du den Aufschlagsrechner
Gib ein, was dich ein Stück kostet, und welchen Prozentsatz du daraufschlagen willst. Der Rechner zeigt den Netto-Verkaufspreis, den Gewinn pro Stück und die Marge. Die Tabelle darunter vergleicht dieselben Kosten bei anderen üblichen Aufschlägen.
Die Formeln
- Verkaufspreis = Kosten × (1 + Aufschlag)
- Gewinn = Verkaufspreis − Kosten
- Marge = Gewinn ÷ Verkaufspreis × 100
- Kalkulationsfaktor = Verkaufspreis ÷ Kosten = 1 + Aufschlag
Beispiel: Ein Artikel kostet 40 € netto, du schlägst 50 % auf. Der Netto-Verkaufspreis ist 40 € × 1,5 = 60 €, der Gewinn 20 € – das ist aber nur eine Marge von 20 ÷ 60 = 33,3 %. Mit 19 % Mehrwertsteuer steht der Artikel für 60 € × 1,19 = 71,40 € im Laden.
Aufschlag und Marge umrechnen
Weil der Aufschlag auf die Kosten und die Marge auf den Verkaufspreis bezogen wird, ist die Marge immer kleiner als der Aufschlag:
| Aufschlag | Marge | Kalkulationsfaktor |
|---|---|---|
| 10 % | 9,09 % | 1,1 |
| 20 % | 16,67 % | 1,2 |
| 25 % | 20 % | 1,25 |
| 30 % | 23,08 % | 1,3 |
| 40 % | 28,57 % | 1,4 |
| 50 % | 33,33 % | 1,5 |
| 60 % | 37,5 % | 1,6 |
| 75 % | 42,86 % | 1,75 |
| 100 % | 50 % | 2 |
| 150 % | 60 % | 2,5 |
| 200 % | 66,67 % | 3 |
Umgekehrt gilt: Aufschlag = Marge ÷ (1 − Marge). Für 40 % Marge brauchst du 0,40 ÷ 0,60 = 66,7 % Aufschlag. Vom Verkaufspreis aus rechnet der Margenrechner.
Handelskalkulation in der Praxis
In der kaufmännischen Ausbildung wird der Verkaufspreis Schritt für Schritt kalkuliert: Vom Listeneinkaufspreis zieht man Rabatt und Skonto ab und addiert die Bezugskosten – das ergibt den Bezugspreis. Dazu kommen die Handlungskosten (Gemeinkosten) und der Gewinnzuschlag. Der Kalkulationsaufschlag fasst all das in einem Prozentsatz vom Bezugspreis zum Netto-Verkaufspreis zusammen. Der Rechner nutzt genau diese Abkürzung: Trag den Bezugspreis als Kosten ein und den Gesamtaufschlag als Prozentsatz.
Wie du den richtigen Aufschlag findest
- Von der Ziel-Marge ausgehen: Welche Marge brauchst du, um Gemeinkosten und Gewinn zu decken? Rechne sie mit der Tabelle in einen Aufschlag um.
- Bezugspreis verwenden: Schlag auf die tatsächlichen Kosten inklusive Fracht, Zoll und Verpackung auf, nicht nur auf den Rechnungsbetrag des Lieferanten.
- Markt prüfen: Ein rechnerisch sauberer Preis muss auch zu dem passen, was Kunden bei der Konkurrenz zahlen.
- Psychologische Preise: Runde auf übliche Preispunkte wie 59,90 € und prüfe, welche Marge dann tatsächlich bleibt.
Die Ergebnisse sind Rechenwerte zur Orientierung und ersetzen keine betriebswirtschaftliche Beratung.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Aufschlag und Marge?
Der Aufschlag ist der Gewinn in Prozent der Kosten, die Marge der Gewinn in Prozent des Verkaufspreises. Ein Artikel für 40 €, der für 60 € verkauft wird, hat 50 % Aufschlag und 33,3 % Marge.
Welchen Aufschlag brauche ich für 40 % Marge?
Teile die Marge durch eins minus die Marge: 0,40 ÷ 0,60 = 0,667, also 66,7 % Aufschlag. Bei 30 € Kosten ergibt das einen Netto-Verkaufspreis von 50 €.
Was bedeutet ein Aufschlag von 100 %?
Der Verkaufspreis ist doppelt so hoch wie die Kosten. Ein Artikel für 15 €, der für 30 € verkauft wird, hat 100 % Aufschlag und 50 % Marge.
Wie berechne ich den Aufschlag aus Einkaufs- und Verkaufspreis?
Ziehe die Kosten vom Preis ab, teile durch die Kosten und multipliziere mit 100. Für 25 € eingekauft und für 40 € verkauft: (40 − 25) ÷ 25 × 100 = 60 % Aufschlag.
Kommt die Mehrwertsteuer vor oder nach dem Aufschlag?
Danach. Du kalkulierst mit Nettokosten und Nettopreis und schlägst die Mehrwertsteuer erst zum Schluss auf den Netto-Verkaufspreis auf, in Deutschland meist 19 % oder 7 %.
Zuletzt aktualisiert: 8. Oktober 2026