So nutzt du den Rabattrechner
- Ursprünglicher Preis – der reguläre Preis vor jedem Nachlass.
- Rabatt – der Prozentsatz, um den der Preis reduziert ist.
- Zusätzlicher Rabatt – optional, etwa ein Gutscheincode oder „nochmal 10 % an der Kasse“. Er wird vom bereits reduzierten Preis abgezogen.
Die Formel
Endpreis = Preis × (1 − Rabatt ÷ 100)
Bei zwei Rabatten nacheinander: Endpreis = Preis × (1 − R1) × (1 − R2), mit den Rabatten als Dezimalzahl.
Beispiel: Eine Jacke kostet 80 €. Mit 20 % Rabatt zahlst du 80 € × 0,80 = 64 €. Gibt es an der Kasse noch einmal 10 %, sind es 64 € × 0,90 = 57,60 €. Du sparst 22,40 € – das sind 28 % und nicht 30 %, weil der zweite Rabatt nur noch auf 64 € gilt.
Kombinierte Rabatte
Zwei Rabatte addieren sich nie einfach. So viel sparst du wirklich bei einem Preis von 100 €:
| Rabatte | Gesamtrabatt | Endpreis |
|---|---|---|
| 20 % + 10 % | 28 % | 72,00 € |
| 30 % + 20 % | 44 % | 56,00 € |
| 50 % + 20 % | 60 % | 40,00 € |
| 50 % + 50 % | 75 % | 25,00 € |
| 70 % + 10 % | 73 % | 27,00 € |
Selbst „50 % + 50 %“ bedeutet nicht gratis, sondern 75 % Rabatt. Die Reihenfolge der beiden Prozentrabatte spielt dagegen keine Rolle.
Streichpreise, Skonto und Mengenrabatt
- Streichpreise: Wer in Deutschland mit einer Preisermäßigung wirbt, muss als Vergleich den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage angeben (§ 11 Preisangabenverordnung). Eine kurz vorher hochgesetzte „unverbindliche Preisempfehlung“ zählt nicht als Referenz für den eigenen Rabatt.
- Skonto: Im Geschäftsverkehr gibt es oft einen Abzug für schnelle Zahlung, etwa „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen“. Rechne ihn mit diesem Rechner als Rabatt.
- „3 für 2“: Du zahlst zwei von drei Artikeln, das entspricht 33,3 % Rabatt pro Stück – aber nur, wenn du die drei Artikel ohnehin gebraucht hättest.
- Prozent oder Euro: Ein Gutschein über 10 € ist bei einem Einkauf von 40 € so viel wert wie 25 % Rabatt, bei 200 € nur noch wie 5 %. Kombinierst du einen Euro-Betrag mit einem Prozentrabatt, ist die Reihenfolge entscheidend.
Rabatt aus zwei Preisen berechnen
Kennst du den alten und den neuen Preis, ist der Rabatt (alt − neu) ÷ alt × 100. Von 120 € auf 90 € reduziert sind (120 − 90) ÷ 120 × 100 = 25 %. Für alle anderen Prozentfragen gibt es den Prozentrechner.
Beim Black Friday, im Sommer- oder Winterschlussverkauf lohnt sich ein kurzer Preisvergleich: Ein hoher Rabatt auf einen hohen Ausgangspreis ist nicht automatisch ein gutes Angebot.
Häufige Fragen
Wie berechne ich einen Rabatt?
Multipliziere den Preis mit dem Rabatt als Dezimalzahl, um die Ersparnis zu erhalten, und ziehe sie ab. 30 % auf 50 €: 50 × 0,30 = 15 € Ersparnis, du zahlst 35 €. Oder direkt: 50 × 0,70 = 35 €.
Wie kombiniere ich zwei Rabatte?
Multipliziere die verbleibenden Anteile: (1 − R1) × (1 − R2). Bei 25 % und danach 10 % ist das 0,75 × 0,90 = 0,675, du zahlst also 67,5 % des Preises – ein Gesamtrabatt von 32,5 %.
Wie berechne ich den Rabatt in Prozent aus zwei Preisen?
Ziehe den neuen vom alten Preis ab, teile durch den alten Preis und multipliziere mit 100. 80 € auf 60 € reduziert ergibt (80 − 60) ÷ 80 × 100 = 25 % Rabatt.
Ist „Kauf eins, nimm zwei“ dasselbe wie 50 % Rabatt?
Nur wenn du zwei gleich teure Artikel brauchst. „Zweiter Artikel 50 % günstiger“ entspricht dagegen nur 25 % Rabatt auf beide zusammen.
Spielt die Reihenfolge von Rabatten eine Rolle?
Bei zwei Prozentrabatten nicht – das Ergebnis ist in beiden Reihenfolgen gleich. Wichtig wird die Reihenfolge erst, wenn einer der Rabatte ein fester Euro-Betrag ist.
Zuletzt aktualisiert: 8. Oktober 2026