Was ein QR-Code ist
Ein QR-Code („Quick Response“) ist ein zweidimensionaler Strichcode: ein Raster aus dunklen und hellen Quadraten, den Modulen, in dem Text gespeichert ist. Die drei großen Quadrate in den Ecken verraten der Kamera, wo der Code liegt und wie er gedreht ist; eine eingebaute Fehlerkorrektur liest auch über Kratzer und Flecken hinweg. Das Verfahren ist ein offener Standard (ISO/IEC 18004) und darf von jedem frei genutzt werden.
So erstellst du deinen QR-Code
- Text oder Link eingeben – eine Webadresse, eine Nachricht, WLAN-Zugangsdaten oder eines der Formate weiter unten. Beginne Links mit
https://, damit das Handy anbietet, sie zu öffnen. - Fehlerkorrektur wählen – M passt für fast alles; H, wenn ein Logo die Mitte verdeckt oder der Code draußen, auf Verpackungen oder Werkstücken klebt.
- Erstellen drücken und das SVG herunterladen. Die Pixelangabe ist nur die Voreinstellung für Bildprogramme – ein SVG ist eine Vektorgrafik und bleibt in jeder Größe scharf.
Damit der Code nach dem Druck funktioniert
- Größe: Als Faustregel gilt ein Zehntel des Leseabstands. Auf der Visitenkarte reichen 2 cm, auf einem Flyer 3 cm, im Schaufenster rund 10 cm; ein Plakat, das aus 3 m Entfernung gescannt wird, braucht etwa 30 cm.
- Ruhezone: Rund um den Code muss ein heller Rand von vier Modulen frei bleiben. Das SVG enthält ihn bereits – schneide ihn nicht ab.
- Kontrast: dunkle Module auf hellem Grund. Invertierte oder pastellfarbene Codes scheitern an vielen Scannern.
- Testen: Scanne den Ausdruck vor der Auflage mit mindestens zwei Handys, am besten einem iPhone und einem Android-Gerät.
Fehlerkorrektur: welche Stufe?
| Stufe | Wiederherstellbar | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| L | etwa 7 % der Codewörter | Bildschirm, große Codes, maximale Kapazität |
| M | etwa 15 % | Flyer, Visitenkarten, Speisekarten – der übliche Standard |
| Q | etwa 25 % | Etiketten, kleine Codes auf Verpackungen |
| H | etwa 30 % | Logo in der Mitte, draußen, auf schmutzigen Oberflächen |
Fehlerkorrektur kostet Platz: Derselbe Text braucht auf Stufe H oft eine zwei bis drei Nummern größere Version als auf Stufe L.
Rechenbeispiel: WLAN-Zugang für Gäste
Der Text WIFI:T:WPA;S:Zuhause;P:Sommer2026!;; besteht aus 36 Byte. Version 1 fasst auf Stufe M nur 14 Byte, Version 2 nur 26 Byte – also wählt der Generator Version 3 mit 29 × 29 Modulen. Sie hat 70 Codewörter, davon 44 für Daten und 26 für die Fehlerkorrektur, und es bleiben noch 6 Byte frei. Ausgedruckt und an den Kühlschrank geklebt, verbinden sich Gäste ohne Abtippen: Kamera öffnen, Hinweis antippen, fertig.
Kapazität im Byte-Modus, Versionen 1–10
Ein Buchstabe ohne Akzent belegt 1 Byte, Umlaute und ß belegen 2 Byte, Emojis 4 Byte. Die größte Version 40 (177 × 177 Module) fasst auf Stufe L bis zu 2.953 Byte.
| Version | Module | L | M | Q | H |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 21 × 21 | 17 | 14 | 11 | 7 |
| 2 | 25 × 25 | 32 | 26 | 20 | 14 |
| 3 | 29 × 29 | 53 | 42 | 32 | 24 |
| 4 | 33 × 33 | 78 | 62 | 46 | 34 |
| 5 | 37 × 37 | 106 | 84 | 60 | 44 |
| 6 | 41 × 41 | 134 | 106 | 74 | 58 |
| 7 | 45 × 45 | 154 | 122 | 86 | 64 |
| 8 | 49 × 49 | 192 | 152 | 108 | 84 |
| 9 | 53 × 53 | 230 | 180 | 130 | 98 |
| 10 | 57 × 57 | 271 | 213 | 151 | 119 |
Formate, die Handys erkennen
- WLAN:
WIFI:T:WPA;S:Netzwerkname;P:Passwort;;– das Handy bietet an, sich zu verbinden. Für ein offenes NetzT:nopass;; die Zeichen; , : \im Namen oder Passwort brauchen einen Backslash davor. - E-Mail:
mailto:name@example.com?subject=Anfrage - Anruf:
tel:+49301234567(international, ohne Leerzeichen); SMS:SMSTO:+491701234567:Deine Nachricht - Ort auf der Karte:
geo:52.5163,13.3777(hier das Brandenburger Tor; Koordinaten mit Punkt)
Für einen GiroCode – den EPC-QR-Code für SEPA-Überweisungen auf Rechnungen – ist ein mehrzeiliges Bankformat nötig. Den erzeugt deine Rechnungs- oder Buchhaltungssoftware zuverlässiger als ein einzeiliges Textfeld.
Datenschutz und Haltbarkeit
Dein Browser rechnet den Code selbst aus und schickt den Text nirgendwohin – du kannst also auch WLAN-Passwörter und private Links bedenkenlos eingeben. Wichtig ist der Unterschied zwischen statischen und dynamischen Codes: Viele Anbieter erzeugen „dynamische“ QR-Codes, die nur auf eine Weiterleitung ihres Servers zeigen. Endet das Probeabo oder verschwindet der Dienst, funktioniert der gedruckte Code nicht mehr. Die Codes hier sind statisch: Der Inhalt steckt im Code selbst, er läuft nie ab. Ein sicheres WLAN-Passwort erzeugst du mit dem Passwort-Generator.
Häufige Fragen
Ist der QR-Code wirklich kostenlos und dauerhaft gültig?
Ja. Der Code entsteht in deinem Browser, ohne Konto, Wasserzeichen oder Limit. Weil der Text direkt im Code gespeichert ist und nicht auf einem Weiterleitungsserver, kann ihn niemand abschalten.
Wie groß muss ich einen QR-Code drucken?
Etwa ein Zehntel des Abstands, aus dem gescannt wird: 2–3 cm auf Visitenkarten, rund 10 cm in einem Schaufenster, 30 cm oder mehr auf einem Plakat, das man aus einigen Metern sieht.
Kann ich ein Logo in die Mitte setzen?
Ja, mit Fehlerkorrektur H, wenn das Logo höchstens etwa ein Fünftel der Fläche bedeckt und die drei Eckquadrate frei lässt. Teste danach mit mehreren Handys, denn das Logo verbraucht die Reserve, die sonst Druckfehler ausgleicht.
Welches Dateiformat soll ich nehmen?
SVG für alles, was gedruckt oder vergrößert wird: Es ist eine Vektorgrafik und wird von Word, Canva, InDesign und Etikettendruckern angenommen. Braucht ein Programm unbedingt PNG, öffne das SVG in einem Bildprogramm und exportiere es.
Kann ich den Inhalt später ändern?
Nein – ein statischer Code enthält den Text selbst. Wenn sich ein Link ändern könnte, lass den Code auf eine Seite deiner eigenen Website zeigen, die du später umleiten kannst. So bleibt der gedruckte Code gültig.
Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026