Vorweg: Dieser Rechner liefert eine grobe Schätzung nach einer Durchschnittsformel. Dein tatsächlicher Blutalkohol kann deutlich höher sein als angezeigt. Nutze das Ergebnis nie, um zu entscheiden, ob du Auto, Motorrad, Fahrrad oder E-Scooter fährst, Maschinen bedienst, schwimmst oder auf Kinder aufpasst. Wer getrunken hat, nimmt Taxi, Bus und Bahn oder fährt mit jemandem, der nüchtern ist.
So nutzt du den Promillerechner
- Wähle dein Geschlecht und gib dein Körpergewicht in Kilogramm ein.
- Trag die Stunden seit dem ersten Glas ein – nicht seit dem letzten. Ab dem ersten Schluck baut der Körper Alkohol ab.
- Zähle deine Getränke nach Sorte, wähle die Glasgröße und prüfe den Alkoholgehalt auf dem Etikett: Pils und Helles haben meist 4,8–5,2 % vol, Bockbier 6,5–7,5 % vol, Weißwein etwa 11–13 % vol, Schnaps 32–40 % vol. Longdrinks, Cocktails, Radler oder Cider trägst du unter Andere Getränke mit eigener Menge und Stärke ein.
- Optional: Mit Alter und Körpergröße schätzt der Rechner dein eigenes Körperwasser (Watson-Formel) statt des Durchschnitts für dein Geschlecht.
Ergebnis: die geschätzten Promille jetzt (Gramm Alkohol pro Liter Blut), der entsprechende Atemalkohol in mg/l, die Gramm reinen Alkohols und wie lange der Abbau bis 0,0 ‰ und bis unter die deutschen Grenzwerte etwa dauert.
Die Formel: Promille berechnen nach Widmark
Der Rechner nutzt die Formel des schwedischen Chemikers Erik Widmark von 1932, auf der auch rechtsmedizinische Rückrechnungen beruhen:
Promille = A ÷ (r × G) − 0,15 × t
- A – Gramm reiner Alkohol: Menge in ml × Vol.-% ÷ 100 × 0,789 (Dichte von Alkohol in g/ml).
- G – Körpergewicht in kg.
- r – Verteilungsfaktor: der Anteil des Körpers, in dem sich Alkohol verteilt (vor allem Körperwasser). Der Rechner nutzt die Mittelwerte 0,68 für Männer und 0,55 für Frauen.
- 0,15 ‰ pro Stunde – mittlerer Abbau. Eine Übersichtsarbeit des Rechtsmediziners A. W. Jones (2010) fand 0,10–0,15 ‰ pro Stunde auf nüchternen Magen, 0,15–0,20 ‰ nach einer Mahlzeit und bis zu 0,25–0,35 ‰ bei Alkoholabhängigen. Darum zeigt der Rechner auch die Zeit bis 0,0 ‰ bei 0,20 und 0,10 ‰ pro Stunde.
- t – Stunden seit dem ersten Glas.
Andere Promillerechner nutzen oft r = 0,7 und 0,6 und ziehen ein Resorptionsdefizit von 10 bis 30 % ab, weil nie der ganze Alkohol im Blut ankommt; in Gutachten wird damit zugunsten der betroffenen Person gerechnet. Diese Rechner zeigen deshalb niedrigere Werte. Dieser Rechner zieht nichts ab – lieber etwas zu hoch geschätzt als zu niedrig.
Rechenbeispiel: zwei Halbe in zwei Stunden
Ein Mann mit 70 kg trinkt zwei Flaschen Bier à 0,5 l mit 5 % vol und hat vor zwei Stunden angefangen:
- Alkohol: 2 × 500 ml × 0,05 × 0,789 = 39,45 g – rund vier Standardgläser.
- Höchstwert, wenn alles sofort im Blut wäre: 39,45 ÷ (0,68 × 70) = 0,83 ‰.
- Nach zwei Stunden: 0,83 − 0,15 × 2 = 0,53 ‰ – über der 0,5-Promille-Grenze, Atemalkohol etwa 0,26 mg/l.
- Bis 0,0 ‰ vergehen noch etwa 3 Stunden 32 Minuten, je nach Abbau zwischen gut 2½ und gut 5 Stunden.
Eine Frau mit 60 kg kommt mit denselben zwei Halben nach zwei Stunden auf rund 0,9 ‰, weil sich der Alkohol auf weniger Körperwasser verteilt.
Wie viel Alkohol steckt in einem Glas?
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rechnet mit einem Standardglas von etwa 10 bis 12 g reinem Alkohol, zum Beispiel 0,25 l Bier oder 0,1 l Wein. Der Rechner zählt Standardgläser zu 10 g. Übliche Getränke in Deutschland:
| Getränk | Reiner Alkohol | Standardgläser |
|---|---|---|
| 0,5 l Bier, 5 % vol | 19,7 g | 2 |
| 0,33 l Bier, 5 % vol | 13,0 g | 1,3 |
| 0,2 l Wein, 12 % vol | 18,9 g | 1,9 |
| 0,1 l Sekt, 11 % vol | 8,7 g | 0,9 |
| 2 cl Schnaps, 40 % vol | 6,3 g | 0,6 |
| 4 cl Schnaps, 40 % vol | 12,6 g | 1,3 |
Promillegrenzen in Deutschland
Stand der Gesetze: Oktober 2026. Im Zweifel gilt der aktuelle Gesetzestext.
| Wert | Was gilt | Folgen |
|---|---|---|
| 0,0 ‰ | Fahranfänger in der Probezeit und alle unter 21 Jahren dürfen vor und während der Fahrt keinen Alkohol trinken (§ 24c StVG) | 250 € (BKatV Nr. 243b), 1 Punkt; in der Probezeit ein A-Verstoß mit Aufbauseminar und längerer Probezeit |
| ab 0,3 ‰ | Mit Ausfallerscheinungen (Schlangenlinien, Unfall) gilt man als relativ fahruntüchtig | Straftat nach § 316 oder § 315c StGB möglich |
| ab 0,5 ‰ oder 0,25 mg/l Atemalkohol | Ordnungswidrigkeit (§ 24a StVG), auch ohne Ausfallerscheinungen | 500 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot; beim zweiten Mal 1.000 €, danach 1.500 €, jeweils 3 Monate Fahrverbot |
| ab 1,1 ‰ | Absolute Fahruntüchtigkeit nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs | Straftat (§ 316 StGB): Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe, in der Regel Entzug der Fahrerlaubnis, 3 Punkte |
| ab 1,6 ‰ oder 0,8 mg/l | Medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) vor der Neuerteilung (§ 13 FeV) | Auch für Radfahrer, die mit 1,6 ‰ oder mehr erwischt werden |
Die Punkte stehen in Anlage 13 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Der Rechner zeigt dir die geschätzte Zeit bis unter 1,6, 1,1, 0,5 und 0,3 ‰ – das heißt aber nicht, dass du danach fahren solltest.
Österreich: Grenze 0,5 ‰, für Probeführerschein, Lkw- und Busführerschein (Klassen C und D) und Moped-Lenker unter 20 Jahren 0,1 ‰; ab 0,8 ‰ droht der Führerscheinentzug (oesterreich.gv.at). Schweiz: Grenze 0,5 ‰, für Neulenkende, Berufschauffeure, Fahrschüler und Begleitpersonen 0,1 ‰; ab 0,8 ‰ folgt ein Ausweisentzug von mindestens drei Monaten (ch.ch).
Restalkohol am Morgen
Der Körper baut im Schnitt nur 0,1 bis 0,2 ‰ pro Stunde ab, und nichts beschleunigt das: weder Kaffee noch Wasser, Essen, kalte Dusche oder Schlaf. Wer um 1 Uhr nachts 1,5 ‰ hat, braucht bei 0,15 ‰ pro Stunde zehn Stunden bis 0,0 ‰ – um 7 Uhr morgens sind es rechnerisch noch etwa 0,6 ‰. Viele Alkoholfahrten passieren genau so: am Morgen danach, im guten Glauben, wieder nüchtern zu sein.
Atemalkohol (mg/l) und Blutalkohol (‰) sind zwei verschiedene Messungen. Als Faustregel entspricht 1 mg/l Atemalkohol etwa 2 ‰ Blutalkohol; das Gesetz nennt für jede Grenze beide Werte, etwa 0,25 mg/l und 0,5 ‰.
Was deinen echten Promillewert verändert
- Essen: Eine Mahlzeit bremst die Aufnahme und senkt den Höchstwert; auf leeren Magen steigt der Wert schneller und höher.
- Trinktempo: Mehrere Gläser in kurzer Zeit treiben den Höchstwert nach oben, denn die Leber baut nur eine etwa feste Menge pro Stunde ab.
- Körperbau und Geschlecht: Alkohol verteilt sich im Körperwasser, nicht im Fett. Frauen und Menschen mit mehr Körperfett erreichen bei gleichem Gewicht meist höhere Werte.
- Medikamente und Gesundheit: Viele Arzneimittel verstärken die Wirkung von Alkohol, Lebererkrankungen verlangsamen den Abbau.
- Gewöhnung senkt die Promille nicht. Wer regelmäßig trinkt, fühlt sich weniger betrunken, reagiert aber trotzdem langsamer.
Ist jemand verwirrt, erbricht, atmet langsam oder ist nicht mehr weckbar, ruf sofort den Notruf 112 – eine Alkoholvergiftung ist ein Notfall. Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn du dir Sorgen um dein Trinkverhalten machst, sprich mit deiner Hausärztin, deinem Hausarzt oder einer Suchtberatungsstelle.
Häufige Fragen
Wie viel Promille hat man nach einem Bier?
Eine Halbe (0,5 l, 5 % vol) enthält knapp 20 g Alkohol. Bei einem 80 kg schweren Mann ergibt das rechnerisch rund 0,36 ‰, bei einer 60 kg schweren Frau rund 0,6 ‰ – bevor der Abbau abgezogen wird. Je nach Essen, Tempo und Körperbau kann der echte Wert deutlich abweichen.
Wie lange dauert es, bis 1 Promille abgebaut ist?
Bei durchschnittlich 0,15 ‰ pro Stunde knapp sieben Stunden, je nach Person zwischen etwa fünf und zehn Stunden. Kaffee, Wasser, Sport oder Schlaf beschleunigen den Abbau nicht.
Darf ich in der Probezeit ein Bier trinken und fahren?
Nein. Fahranfänger in der Probezeit und alle unter 21 Jahren dürfen vor und während der Fahrt keinen Alkohol trinken (§ 24c StVG). Ein Verstoß kostet 250 € und einen Punkt, dazu kommen Aufbauseminar und eine längere Probezeit.
Kann ich mit dem Promillerechner prüfen, ob ich noch fahren darf?
Nein. Der Rechner nutzt Durchschnittswerte, dein echter Wert kann deutlich höher liegen. Schon ab 0,3 ‰ kann eine Fahrt strafbar sein, wenn du Ausfallerscheinungen zeigst. Wer getrunken hat, fährt nicht.
Warum zeigen verschiedene Promillerechner unterschiedliche Werte?
Sie nutzen andere Verteilungsfaktoren (zum Beispiel 0,7 und 0,6 statt 0,68 und 0,55), ziehen ein Resorptionsdefizit von 10 bis 30 % ab oder rechnen mit einem anderen Abbau pro Stunde. Alle liefern nur Schätzungen; messen können nur Atem- und Blutalkoholtests.
Zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2026