So nutzt du den Festgeldrechner
- Anlagebetrag – was du zu Beginn auf das Festgeldkonto einzahlst.
- Zinssatz und Art des Zinssatzes – Banken nennen meist den Zinssatz pro Jahr. Werden die Zinsen einmal im Jahr gutgeschrieben, ist er zugleich der effektive Jahreszins.
- Laufzeit – wie viele Monate das Geld fest angelegt ist.
- Zinsgutschrift – wie oft die Zinsen dem Konto gutgeschrieben werden. Sie verändert das Ergebnis nur, wenn du einen Nominalzins eingibst.
Der Rechner geht davon aus, dass die Zinsen auf dem Festgeldkonto bleiben und mitverzinst werden.
Die Formel
Endbetrag = K × (1 + r/n)n × t = K × (1 + Effektivzins)t
K ist der Anlagebetrag, r der Nominalzins pro Jahr, n die Zahl der Zinsgutschriften pro Jahr und t die Laufzeit in Jahren. Weil der effektive Jahreszins den Zinseszins schon enthält, ist die zweite Form am einfachsten.
Nominalzins und effektiver Jahreszins
Der Nominalzins ist der Jahreszins vor Zinseszins. Der effektive Jahreszins zeigt, was dein Geld in einem Jahr tatsächlich bringt, wenn Zinsen mitverzinst werden: (1 + r/n)n − 1. So wird aus 3 % Nominalzins je nach Zinsgutschrift:
| Zinsgutschrift | Gutschriften pro Jahr | Effektiver Jahreszins |
|---|---|---|
| jährlich | 1 | 3,000 % |
| vierteljährlich | 4 | 3,034 % |
| monatlich | 12 | 3,042 % |
| täglich | 365 | 3,045 % |
Beispiel
Du legst 10.000 € für 12 Monate zu 2,5 % an. Am Ende hast du 10.000 € × 1,025 = 10.250,00 €, also 250 € Zinsen. Bei zwei Jahren Laufzeit und jährlicher Gutschrift werden auch die Zinsen des ersten Jahres verzinst: 10.000 € × 1,0252 = 10.506,25 €.
| Laufzeit | Zinsertrag | Endbetrag |
|---|---|---|
| 3 Monate | 61,92 € | 10.061,92 € |
| 6 Monate | 124,23 € | 10.124,23 € |
| 12 Monate | 250,00 € | 10.250,00 € |
| 24 Monate | 506,25 € | 10.506,25 € |
| 36 Monate | 768,91 € | 10.768,91 € |
| 60 Monate | 1.314,08 € | 11.314,08 € |
Zahlt die Bank die Zinsen jedes Jahr auf dein Girokonto aus, statt sie auf dem Festgeldkonto zu lassen, gibt es keinen Zinseszins. Dann bekommst du einfache Zinsen – rechne das mit dem Zinsrechner nach.
Worauf du achten solltest
- Keine vorzeitige Kündigung. Festgeld ist in der Regel bis zum Ende der Laufzeit gebunden. Leg nur Geld an, das du bis dahin sicher nicht brauchst.
- Einlagensicherung. In der EU sind Einlagen bis 100.000 € pro Kunde und Bank gesetzlich geschützt. Bei Angeboten ausländischer Banken über Zinsportale greift die Einlagensicherung des jeweiligen Landes.
- Steuern. Zinsen sind Kapitalerträge. In Deutschland bleiben sie bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr (2.000 € für Verheiratete) steuerfrei, sofern ein Freistellungsauftrag vorliegt; darüber fällt Abgeltungsteuer an.
- Festgeldleiter. Wer sein Geld auf mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten verteilt, etwa ein, zwei und drei Jahre, kommt regelmäßig an einen Teil heran und nutzt trotzdem die höheren Zinsen längerer Laufzeiten.
- Automatische Verlängerung. Manche Banken verlängern Festgeld am Ende automatisch zum dann gültigen Zins. Notiere dir den Termin.
Wichtig: Die Ergebnisse sind Schätzungen zur Orientierung und keine Finanz- oder Steuerberatung. Verbindlich sind die Unterlagen deiner Bank; unabhängigen Rat bekommst du zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Festgeld und Tagesgeld?
Beim Festgeld ist der Zins für die ganze Laufzeit fest, das Geld aber gebunden. Tagesgeld ist täglich verfügbar, dafür kann die Bank den Zins jederzeit ändern.
Werden Festgeldzinsen mitverzinst?
Nur, wenn die Zinsen auf dem Festgeldkonto bleiben. Viele Banken zahlen sie bei mehrjährigen Laufzeiten jährlich auf ein Referenzkonto aus; dann gibt es keinen Zinseszins.
Kann ich Festgeld vorzeitig auflösen?
In der Regel nicht. Einige Banken erlauben es in Ausnahmefällen gegen Zinsverzicht oder eine Gebühr. Prüfe die Bedingungen vor dem Abschluss.
Wie sicher ist Festgeld?
Einlagen bei Banken in der EU sind bis 100.000 € pro Kunde und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Dazu ist der Zins für die gesamte Laufzeit garantiert.
Muss ich Festgeldzinsen versteuern?
In Deutschland ja, sobald deine gesamten Kapitalerträge den Sparerpauschbetrag übersteigen. Die Bank behält dann Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer direkt ein. Der Rechner zeigt Beträge vor Steuern.
Zuletzt aktualisiert: 8. Oktober 2026