So rechnest du Watt in Ampere um
- Richtung wählen: Watt in Ampere oder Ampere in Watt.
- Stromart wählen: Gleichstrom (Akku, Solaranlage, Bordnetz im Auto oder Wohnmobil), Wechselstrom (Steckdose, 230 V) oder Drehstrom (Herd, Wallbox, Wärmepumpe, Motoren, 400 V).
- Leistung oder Strom und Spannung eintragen. Die Angaben stehen auf dem Typenschild oder in der Bedienungsanleitung. Bei Drehstrom gibst du die Spannung zwischen zwei Außenleitern ein, also 400 V.
- Leistungsfaktor cos φ für Wechsel- und Drehstrom setzen: 1 bei rein ohmschen Lasten wie Heizstab, Wasserkocher und Glühlampe, weniger bei Motoren, Kompressoren und manchen Netzteilen.
Du erhältst die Stromstärke, die Scheinleistung in Voltampere, die Leistung in Kilowatt, den Rechenweg mit deinen Zahlen und eine Tabelle mit derselben Last bei anderen gängigen Spannungen.
Formeln: Watt in Ampere und Ampere in Watt
| Stromart | Watt in Ampere | Ampere in Watt |
|---|---|---|
| Gleichstrom | I = P ÷ U | P = U · I |
| Wechselstrom (einphasig) | I = P ÷ (U · cos φ) | P = U · I · cos φ |
| Drehstrom (dreiphasig) | I = P ÷ (√3 · U · cos φ) | P = √3 · U · I · cos φ |
P ist die Wirkleistung in Watt, U die Spannung in Volt, I die Stromstärke in Ampere und cos φ der Leistungsfaktor. Der Faktor √3 ≈ 1,732 steckt im Drehstrom, weil die Spannung zwischen zwei Außenleitern (400 V) das √3-Fache der Spannung zwischen Außenleiter und Neutralleiter (230 V) ist. Das Ergebnis ist der Strom in jedem der drei Außenleiter.
Beispiele aus dem Alltag
- Wasserkocher mit 2.000 W an 230 V: I = 2.000 ÷ 230 = 8,70 A.
- Ampere in Watt an der Steckdose: Ein Stromkreis mit 16-A-Leitungsschutzschalter liefert bei 230 V und cos φ = 1 höchstens 16 × 230 = 3.680 W, bei 10 A sind es 2.300 W.
- Wallbox mit 11 kW an 400 V Drehstrom: I = 11.000 ÷ (1,732 × 400) = 15,9 A je Außenleiter – deshalb reicht ein 16-A-Anschluss.
- Drehstrommotor mit 10 kW, cos φ 0,85: I = 10.000 ÷ (1,732 × 400 × 0,85) = 16,98 A. Die Scheinleistung beträgt 10.000 ÷ 0,85 = 11.765 VA – nach ihr richten sich Leitung und Absicherung, nicht nach den 10 kW. Achtung: Das Typenschild nennt die abgegebene Wellenleistung – die aufgenommene elektrische Leistung ist sie geteilt durch den Motorwirkungsgrad.
- Ampere in Watt bei 400 V: 16 A Drehstrom mit cos φ 0,9 ergeben 1,732 × 400 × 16 × 0,9 = 9.977 W, mit cos φ 1 rund 11.085 W.
- Gleichstrom im 12-V-Bordnetz: 1 Ampere bei 12 Volt sind 12 Watt; eine Kompressor-Kühlbox mit 5 A nimmt 12 × 5 = 60 W auf, ein 120-W-Verbraucher zieht 10 A.
Übliche Spannungen
| Netz | Spannung | Typische Verbraucher |
|---|---|---|
| Wechselstrom (Steckdose) | 230 V | Haushaltsgeräte, Licht, Ladegeräte |
| Drehstrom | 400 V zwischen den Außenleitern | Elektroherd, Durchlauferhitzer, Wallbox, Wärmepumpe, Werkstattmaschinen |
| Bordnetz und Solar | 12 V, 24 V oder 48 V Gleichstrom | Auto, Lkw, Wohnmobil, Boot, Inselanlagen |
| USB | 5 V (mit Schnellladen bis 20 V) | Handy, Tablet, Laptop |
Ältere Geräte tragen manchmal noch 220 V oder 380 V auf dem Typenschild – das sind die früheren Nennwerte des europäischen Netzes; heute gelten 230 V und 400 V. Im Ausland ist das anders: In den USA liegen an der Steckdose 120 V, in Japan 100 V. Die Tabelle unter dem Ergebnis zeigt, wie sich der Strom bei diesen Spannungen ändert.
Wirkleistung, Scheinleistung und cos φ
Bei Wechsel- und Drehstrom mit Motoren oder Spulen laufen Strom und Spannung zeitlich versetzt, ein Teil des Stroms verrichtet keine Arbeit. Die Wirkleistung in Watt wird zu Wärme, Licht oder Bewegung, und nur sie zählt der Stromzähler. Die Scheinleistung in Voltampere (VA) ist Spannung mal Strom; sie bestimmt, wie groß Leitungen, Sicherungen und Generatoren sein müssen. Ihr Verhältnis ist der Leistungsfaktor cos φ. Ein Motor mit 10 kW und cos φ 0,85 zieht so viel Strom wie ein Heizgerät mit 11,8 kW.
Der Rechner zeigt den Betriebsstrom. Motoren ziehen beim Anlauf ein Mehrfaches davon. Ob eine Leitung lang genug ist, dass der Spannungsfall zählt, rechnest du im nächsten Schritt nach; Widerstände und Leistung einzelner Bauteile berechnet der Ohmsches-Gesetz-Rechner, die Kosten im Betrieb der Stromkosten-Rechner.
Sicherheit: Arbeiten an der Hausinstallation und an 230-V- oder 400-V-Netzen dürfen nur Elektrofachkräfte ausführen. Der Rechner hilft beim Lernen, Nachrechnen und Vergleichen – er ersetzt keine Planung nach den geltenden DIN-VDE-Normen.
Häufige Fragen
Wie viel Ampere sind 2.000 Watt?
An 230 V Wechselstrom sind 2.000 W etwa 8,7 A (2.000 ÷ 230), bei einer rein ohmschen Last wie einem Wasserkocher. An 400 V Drehstrom verteilt auf drei Außenleiter sind es rund 2,9 A je Leiter.
Wie rechne ich Ampere in Watt um?
Multipliziere Ampere mit Volt und bei Motoren zusätzlich mit cos φ: P = U · I · cos φ. 10 A an 230 V mit cos φ 1 ergeben 2.300 W. Bei Drehstrom kommt der Faktor √3 dazu: P = √3 · 400 V · I · cos φ.
Wie viel Watt sind 16 Ampere?
An 230 V sind 16 A bis zu 3.680 W. An 400 V Drehstrom sind es bei cos φ 1 rund 11.085 W, also etwa 11 kW – die übliche Leistung einer Wallbox.
Wie viel Watt ist 1 Ampere bei 12 Volt?
Bei Gleichstrom gilt P = U · I, also 12 V × 1 A = 12 W. Bei 24 V wären es 24 W.
Kann ich Watt ohne Spannung in Ampere umrechnen?
Nein. Watt sind Volt mal Ampere – dieselbe Leistung braucht bei halber Spannung doppelten Strom. 60 W sind an 12 V 5 A, an 230 V nur 0,26 A.
Welchen Leistungsfaktor soll ich nehmen?
Den vom Typenschild. Ohne Angabe passt 1 für Heizgeräte und Glühlampen, etwa 0,85 für Asynchronmotoren unter Volllast; moderne Netzteile mit Leistungsfaktorkorrektur liegen bei 0,95 bis 1.
Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2026