So benutzt du das Metronom
- Stell das Tempo in Schlägen pro Minute (BPM) ein: eintippen, den Schieberegler ziehen oder mit − und + in Einerschritten. Möglich sind 20 bis 300 BPM.
- Wähle die Schläge pro Takt: 4 für die meisten Pop- und Rocksongs (4/4-Takt), 3 für den Walzer (3/4), 2 für den Marsch (2/4), 6 für einen 6/8-Takt in Achteln. Ist Ersten Schlag betonen eingeschaltet, klingt die Eins jedes Takts höher und lauter, und die Punkte zeigen, wo im Takt du gerade bist.
- Mit Klicks pro Schlag hörst du Unterteilungen: Achtel (2), Triolen (3) oder Sechzehntel (4). Die Zwischenklicks sind leiser und tiefer als der Schlag.
- Drück auf Start oder die Leertaste. Das Tempo kannst du während des Spielens ändern; es gilt ab dem nächsten Klick.
Tap-Tempo: Um das Tempo eines Songs herauszufinden, tippe mindestens drei- bis viermal im Takt auf Tempo tippen. Das Metronom mittelt die Abstände deiner letzten Taps (bis zu acht) und stellt dieses Tempo ein; nach mehr als zwei Sekunden Pause beginnt eine neue Messung.
Warum der Takt stabil bleibt
Ein Metronom, das auf gewöhnlichen JavaScript-Timern beruht, gerät ins Stolpern, weil der Browser diese Timer verspätet ausführt, sobald er beschäftigt ist. Dieses Metronom nutzt das Verfahren, das als „A Tale of Two Clocks“ bekannt ist: Ein leichter Timer wacht alle 25 Millisekunden auf und bucht die nächsten Klicks etwa eine Zehntelsekunde im Voraus auf der Uhr der Audiohardware (Web Audio API). Die Soundkarte spielt jeden Klick dann exakt am gebuchten Sample, sodass ein verspäteter Timer nie einen verspäteten Klick verursacht. Im Hintergrund-Tab wecken Browser Timer nur etwa einmal pro Sekunde; dann bucht das Metronom 1,5 Sekunden im Voraus und läuft weiter. Die blinkenden Punkte folgen derselben Audiouhr und leuchten deshalb genau mit dem Klick auf. Alles läuft in deinem Browser, nichts wird heruntergeladen oder gesendet.
Die Rechnung ist einfach: ein Schlag = 60.000 ÷ BPM Millisekunden, und ein Takt dauert Schläge pro Takt × ein Schlag. Bei 120 BPM dauert ein Schlag 500 ms, ein 4/4-Takt 2 Sekunden, und in eine Minute passen 30 Takte.
| BPM | Schlag (ms) | Achtel (ms) | Triole (ms) | Sechzehntel (ms) |
|---|---|---|---|---|
| 60 | 1.000 | 500 | 333,3 | 250 |
| 80 | 750 | 375 | 250 | 187,5 |
| 100 | 600 | 300 | 200 | 150 |
| 120 | 500 | 250 | 166,7 | 125 |
| 140 | 428,6 | 214,3 | 142,9 | 107,1 |
| 160 | 375 | 187,5 | 125 | 93,8 |
| 180 | 333,3 | 166,7 | 111,1 | 83,3 |
Tempobezeichnungen und ihre BPM
In der klassischen Musik steht das Tempo als italienisches Wort über den Noten. Die Bereiche unten nutzt diese Seite für die Karte Tempobezeichnung; sie sind grobe Richtwerte, denn die Quellen weichen stark voneinander ab – Komponisten meinten mit den Wörtern ebenso den Charakter wie die Geschwindigkeit. Deutsche Komponisten schrieben oft auch deutsche Angaben wie „Langsam“, „Mäßig bewegt“ oder „Schnell“.
| Bezeichnung | Bedeutung | Etwa (BPM) |
|---|---|---|
| Grave | sehr langsam, schwer, feierlich | 20–39 |
| Largo | breit, langsam | 40–59 |
| Larghetto | etwas breit | 60–65 |
| Adagio | langsam, gemächlich | 66–75 |
| Andante | gehend, im Schritttempo | 76–107 |
| Moderato | mäßig | 108–119 |
| Allegro | schnell, heiter | 120–155 |
| Vivace | lebhaft | 156–167 |
| Presto | sehr schnell | 168–199 |
| Prestissimo | so schnell wie möglich | ab 200 |
Das Pendelmetronom ließ sich der aus Regensburg stammende Johann Nepomuk Mälzel 1815 patentieren; den Mechanismus hatte ein Jahr zuvor Dietrich Nikolaus Winkel in Amsterdam erfunden. Beethoven gehörte zu den ersten Komponisten, die es nutzten: 1817 veröffentlichte er Metronomangaben für seine acht Sinfonien. Deshalb steht in alten Noten oft „M. M.“ (Mälzels Metronom) vor der Zahl, zum Beispiel M. M. ♩ = 120.
Üben mit dem Metronom
- Langsam anfangen. Such das Tempo, in dem du eine Stelle dreimal hintereinander sauber spielen kannst, und erhöhe dann um 2–5 BPM. Wieder einen Schritt zurückzugehen, wenn es nicht mehr klappt, gehört zur Methode.
- Unterteilungen nutzen bei schnellen Läufen und Synkopen: Achtel oder Sechzehntel zeigen, ob die Noten zwischen den Schlägen gleichmäßig sind.
- Zwei und vier spüren. Für Swing und Backbeat die Betonung ausschalten und das Tempo halbieren, sodass jeder Klick dort landet, wo die Snare spielen würde.
- Einzählen. Lass einen ganzen Takt laufen, bevor du einsetzt, damit der betonte Klick deinen ersten Ton markiert.
- Übezeit stoppen mit dem Timer, und vorher stimmen mit dem Gitarren-Stimmgerät – wer sauber gestimmt übt, schult auch sein Gehör.
Häufige Fragen
Wie finde ich die BPM eines Songs heraus?
Tippe ein paar Takte lang im Takt der Musik auf „Tempo tippen“; das Metronom zeigt das durchschnittliche Tempo deiner Taps. Wirkt die Zahl doppelt oder halb so groß wie erwartet, hast du nur jeden zweiten Schlag oder jeden halben Schlag getippt.
Läuft das Metronom im Hintergrund-Tab oder bei ausgeschaltetem Bildschirm weiter?
Im Hintergrund-Tab ja: Die Klicks sind im Voraus auf der Audiouhr gebucht und bleiben pünktlich, auch wenn der Browser die Seite verlangsamt. Bei ausgeschaltetem Bildschirm kann das Handy die Seite anhalten – lass den Bildschirm beim Üben an.
Wie stelle ich einen 6/8- oder 12/8-Takt ein?
Auf zwei Arten: 6 Schläge pro Takt im Achtelpuls, oder 2 Schläge pro Takt (4 für 12/8) mit Triolen als Klicks pro Schlag. Dann liegt der Hauptschlag auf der punktierten Viertel, und dazwischen hörst du die drei Achtel.
Warum höre ich auf dem iPhone nichts?
Prüfe die Lautstärke und den Stummschalter. Das Metronom bittet Safari, es als Medienwiedergabe zu behandeln; in Versionen, die das unterstützen, klingt es dann auch im Stummmodus. In anderen bleibt Web-Audio stumm, solange der Schalter auf lautlos steht.
Ist das Blinken mit Bluetooth-Kopfhörern verzögert?
Bluetooth verzögert den Ton auf dem Weg zu deinen Ohren. Die Punkte folgen der Audiouhr und der Ausgabeverzögerung, die der Browser meldet; melden die Kopfhörer ihre Verzögerung, bleiben Ton und Licht synchron. Im Zweifel spiel nach dem Klick, nicht nach dem Licht.
Zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2026