So testest du dein Mikrofon
- Drück auf Mikrofontest starten. Dein Browser fragt, ob diese Seite das Mikrofon verwenden darf – wähle Zulassen (in Safari: Erlauben). Vor dem Klick schaltet die Seite das Mikrofon nie ein.
- Sprich in normaler Lautstärke. Pegelbalken und Wellenform folgen deiner Stimme, und nach wenigen Sekunden sagt dir der Kasten oben, ob Ton ankommt.
- Mehrere Mikrofone (Laptop, Headset, Webcam, USB)? Wähle das richtige in der Liste Mikrofon – der Test wechselt sofort.
- Mit 5 Sekunden aufnehmen und anhören hörst du dich selbst. So fällt auf, was keine Anzeige verrät: Brummen, Hall, eine dumpfe oder knisternde Stimme.
- Test beenden gibt das Mikrofon wieder frei. Auch wenn du die Seite verlässt, wird es abgeschaltet.
Was die Werte bedeuten
Digitaler Ton wird in dBFS gemessen, also in Dezibel bezogen auf den Vollausschlag (englisch full scale). 0 dBFS ist der lauteste Wert, den der Eingang darstellen kann – deshalb sind alle Messwerte null oder negativ. Je −6 dB halbiert sich die Amplitude, −20 dB sind ein Zehntel:
| Messwert | Anteil am Vollausschlag | Was das meist bedeutet |
|---|---|---|
| 0 dBFS | 100 % | Das Maximum. Alles Lautere wird abgeschnitten (Übersteuerung, englisch Clipping) und klingt verzerrt. |
| −6 dBFS | 50 % | Laut, mit wenig Reserve für ein Lachen oder Husten. |
| −20 dBFS | 10 % | Klare, angenehme Sprachlautstärke für Anrufe und Aufnahmen. |
| −40 dBFS | 1 % | Leise: Flüstern oder Sprechen weit weg vom Mikrofon. |
| −60 dBFS | 0,1 % | Fast Stille – Raumgeräusch oder ein leises Rauschen. |
- Pegel (RMS) ist der quadratische Mittelwert der letzten Hundertstelsekunden: 20 × log10(√(Mittelwert der quadrierten Abtastwerte)). Er entspricht ungefähr dem Lautstärkeeindruck.
- Höchste Spitze ist der größte einzelne Abtastwert seit dem Start: 20 × log10(größter Betrag). Ein reiner Sinuston, der den Vollausschlag gerade berührt, hat eine Spitze von 0 dBFS und einen RMS-Wert von etwa −3 dBFS.
- Abtastrate heißt: So oft pro Sekunde wird der Eingang gemessen, meist 48.000 oder 44.100 Hz. Eine Aufnahme erfasst Frequenzen bis zur halben Abtastrate – bei beiden Werten mehr, als das menschliche Ohr hört.
- Echounterdrückung, Rauschunterdrückung, automatische Verstärkungsregelung sind die Bearbeitungen, die Browser wie bei einem Videoanruf vornehmen, bevor eine Website den Ton bekommt. Schalte sie aus, um das unbearbeitete Mikrofon zu hören. Ignoriert dein Browser den Wunsch, springt der Schalter zurück.
Ein guter Pegel für Sprache: Spitzen zwischen etwa −20 und −6 dBFS. Deutlich leiser, und deine Gesprächspartner müssen dich samt Hintergrundrauschen lauter stellen; bei 0 dBFS verzerren die lauten Stellen.
Mikrofon funktioniert nicht? Lösungen je System
„Der Mikrofonzugriff ist blockiert“
Der Test zeigt dir die genauen Schritte für Chrome, Edge, Firefox und Safari. Kurz gesagt: Über das Symbol links in der Adressleiste das Mikrofon für diese Website erlauben und die Seite neu laden.
Windows 11
Öffne Start › Einstellungen › Datenschutz und Sicherheit › Mikrofon und schalte Mikrofonzugriff ein, außerdem den Zugriff für Apps und – weiter unten – den Schalter für Desktop-Apps, denn Browser zählen als Desktop-Apps. Danach unter Einstellungen › System › Sound im Abschnitt Eingabe das richtige Gerät wählen und die Lautstärke hochziehen.
Mac
Wähle Apple-Menü › Systemeinstellungen › Datenschutz & Sicherheit › Mikrofon und schalte deinen Browser ein; macOS bittet dich eventuell, ihn zu beenden und neu zu öffnen. Eingabegerät und Eingangslautstärke findest du unter Systemeinstellungen › Ton › Eingabe.
Keine Fehlermeldung, aber kein Ton
Typische Ursachen sind ein Stummschalter am Headset oder am Kabel, eine Eingangslautstärke auf null (manche USB-Mikrofone haben zusätzlich einen Gain-Regler) oder das falsche Gerät – etwa das Webcam-Mikrofon am anderen Ende des Zimmers oder ein Bluetooth-Headset, dessen Verbindung abgerissen ist.
„Das Mikrofon ist belegt“
Eine andere App hält es fest. Schließe Zoom, Teams, Discord, OBS und andere Tabs und starte den Test neu. Unter Windows kann eine App das Gerät auch im exklusiven Modus sperren: In der klassischen Sound-Systemsteuerung im Reiter Aufnahme die Eigenschaften des Mikrofons öffnen und im Reiter Erweitert unter „Exklusiver Modus“ das Häkchen entfernen, mit dem Anwendungen die alleinige Kontrolle über das Gerät bekommen.
Vor dem Termin in Zoom, Teams oder Google Meet
Jede App wählt ihr Mikrofon unabhängig vom Browser. Merk dir den Namen des Geräts, das hier funktioniert hat, und stell in der App dasselbe ein: in Zoom unter Einstellungen › Audio (dort spielt „Mikrofon testen“ eine kurze Aufnahme ab), in der Desktop-App von Teams unter Einstellungen › Geräte, wo du auch einen Testanruf starten kannst, und bei Google Meet auf dem Vorschaubildschirm vor dem Beitreten. Die Kamera prüfst du mit dem Webcam-Test, eine längere Probe nimmst du mit dem Online-Diktiergerät auf.
Datenschutz
Der Ton wird auf deinem Gerät ausgewertet und nie hochgeladen, gestreamt oder auf einem Server gespeichert. Die fünf Sekunden Probeaufnahme liegen nur im Arbeitsspeicher der Seite und sind weg, sobald du sie verlässt.
Häufige Fragen
Ist dieser Mikrofon-Test privat?
Ja. Pegel, Wellenform und Einstellungen werden in deinem Browser berechnet, die fünf Sekunden Probeaufnahme bleiben nur im Arbeitsspeicher. Es wird kein Ton hochgeladen oder auf einem Server gespeichert.
Warum fragt mein Browser nicht nach der Mikrofon-Berechtigung?
Er merkt sich eine frühere Antwort: Hast du die Seite einmal blockiert, lehnt er stillschweigend ab – der Test zeigt dann, wie du den Zugriff wieder erlaubst. Eine Sperre in den Datenschutzeinstellungen von Windows oder unter „Datenschutz & Sicherheit“ in macOS wirkt genauso, und in Apps eingebaute Browser haben oft gar keinen Mikrofonzugriff.
Wie kann ich mich selbst hören?
Drück nach dem Start auf „5 Sekunden aufnehmen und anhören“. Die Probe wird sofort abgespielt – am besten über Kopfhörer, damit du hörst, was auch deine Gesprächspartner hören würden.
Warum ist mein Mikrofon so leise?
Erhöhe die Eingangslautstärke in den Sound-Einstellungen deines Systems, geh näher heran und prüfe, ob das ausgewählte Gerät wirklich das vor dir ist. Die automatische Verstärkungsregelung hebt eine leise Stimme zusätzlich an, wenn sie eingeschaltet ist.
Kann ich ein Bluetooth-Headset oder AirPods testen?
Ja – verbinde sie und wähle sie in der Liste „Mikrofon“. Viele Bluetooth-Headsets schalten in einen Freisprechmodus mit geringerer Qualität, solange ihr Mikrofon benutzt wird; die Probeaufnahme kann deshalb dünner klingen als Musik über dasselbe Headset.
Funktioniert der Test auf dem Handy?
Ja, in aktuellen mobilen Browsern wie Chrome auf Android und Safari auf dem iPhone. Handys zeigen oft nur ein Mikrofon an, weil das System selbst zwischen den eingebauten wählt.
Zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2026